Robert Klewin - 80 Jahre und inzwischen weise Drucken
Geschrieben von: Thomas Leibbrand   
Dienstag, den 12. Mai 2009

Einen besonderen runden Geburtstag durfte das FSV-Mitglied Robert Klewin am 30. März feiern – er wurde 80 Jahre alt!

Schon seit frühester Kindheit war Flugzeugbauer sein Berufswunsch, deshalb begann er 1943 in Köthen eine Lehre als Flugmotorenmechaniker bei Hugo Junkers. Bereits während der Berufsausbildung kam er mit dem Segelflug in Berührung und machte die ersten Flugversuche auf einem SG 38 im Gummiseilstart. Die weitere Ausbildung erfolgte auf den Mustern Baby und Minimoa.

Mit viel Glück überlebte Robert die Bombardierung des Werksflugplatzes und die anschließenden Kriegswirren, kam in Gorleben in amerikanische Kriegsgefangenschaft, floh nach Essen und schloss dort seine Ausbildung als Maschinenschlosser ab. Hier lernte er auch seine spätere Frau Christel kennen. Nach dem Erwerb der Fachhochschulreife und dem anschließenden erfolgreichen Maschinenbaustudium nahm Robert eine Stelle in der Qualitätssicherung bei der Robert Bosch AG in Stuttgart an. Etliche Jahre vergingen, bis Robert im Jahr 1965 beim Aeroclub Stuttgart wieder mit dem Fliegen in Berührung kam. Das Fluggelände Hahnweide, auf dem er 1967 seinen Segelflugschein erwarb, war lange Zeit seine fliegerische Heimat, auch als er 1969 nach Pleidelsheim zog. Es dauerte fünf weitere Jahre, bis er zur Flugsportvereinigung Pleidelsheim fand.

Egal ob bei Arbeiten in der Werkstatt, wo Robert jahrzehntelang als Flugzeugschweißer aktiv war, bei Lohnarbeiten, um für den Verein ein Zubrot zu verdienen, beim Aufbau der Flugzeughalle oder beim Neuaufbau der Startwinde – er war immer in der ersten Reihe zu finden!

Auch fliegerisch war Robert sehr aktiv – unter andrem war er bei zahlreichen Fluglagern in Frankreich dabei, wo er 1977 für einen Dreiecksflug von 330 km von Blois aus mit der Pleidelsheimer Ka 6 vom Deutschen Aero Club mit dem Diamanten ausgezeichnet wurde.

Obwohl Robert seinen Motorseglerschein schon vor Jahren verfallen ließ, und auch in Kürze seinen Segelflugschein passiv setzen wird, wünschen wir ihm, dass er noch etliche Flüge – wenn auch auf dem Copiloten-Sitz – bei guter Gesundheit genießen darf.