|
Das diesjährige Sommerfluglager der Flugsportvereinigung fand vom 05. bis zum 18. August in Saal an der Saale statt, nur etwa fünf Kilometer von der früheren innerdeutschen Grenze entfernt. Hatten die Pleidelsheimer Streckenflugpiloten große Hoffnungen darauf gesetzt, in der thermisch sehr aktiven und reizvollen Landschaft Oberfrankens größere Streckenflüge unternehmen zu können, so wurden sie durch das fast durchweg schlechte Wetter schwer enttäuscht.
Das Wetter war nur zu einigen kleineren Ausflügen mit dem Segelflugzeug in die Umgebung zu gebrauchen. Gut genug war es für einen umfangreichen Schulbetrieb mit den Flugschülern, sowie zu einigen größeren Streckenflügen mit dem Motorsegler.
Noch erträglich wurde der Aufenthalt dank der hervorragenden Infrastruktur der Saaler Fliegerkameraden, die über ein voll beheizbares Clubheim und Werkstatt verfügen.
Die absolut unfliegbaren Tage nutzten die Pleidelsheimer zu Ausflügen zur Wasserkuppe, dem Heiligen Berg der Segelflieger, in Verbindung mit einem Besuch des Deutschen Segelflugmuseums, sowie zu Ausflügen in die nähere Umgebung, unter anderem nach Coburg.
Da durch das schlechte Wetter häufig nur Schulbetrieb stattfand, konnte Flugschüler Andreas Lutz, Sohn von Fluglehrer Peter Lutz, nach 74 Schulstarts seinen ersten Alleinflug antreten. Nach alter Segelfliegertradition wurde ihm am Abend zur Einimpfung des für den Segelflug wichtigen Feingefühls für Thermik kräftig der Hosenboden versohlt.
Am Flugplatz Saal sind einige Kunstflieger beheimatet, von denen einer auch schon die Deutsche Meisterschaft im Kunstflug gewonnen hat. So wurde Andreas Lutz nach der dort herrschenden Tradition ebenfalls auf seine Eignung für den Kunstflug getestet, indem er ein kohlensäurehaltiges Getränk im Kopfstand einnehmen musste. Diesen Test sowie seine ersten Alleinflüge hat er bravourös bestanden.
Wir wünschen Andreas noch viele schöne und interessante, vor allem aber immer sichere und unfallfreie Flüge.
|