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Am 22. April starteten frühmorgens um fünf Uhr sechs Fliegerkameraden zu einer zwölfstündigen Fahrt nach Südfrankreich.
Wir starteten am 22. April um fünf Uhr zu einer zwölfstündigen Fahrt nach Südfrankreich. Nach einer anstrengender Anreise erreichten wir am späten Nachmittag den Flugplatz in Sisteron-Theze,
wo gleich die notwendigen Formalitäten erledigt wurden, anschliessend bezogen wir unsere Quartiere in der naheliegenden »Domaine Fombeton«, einem alten, schön restaurierten Gutshof.
Am nächsten Morgen konnten wir nach dem obligatorischen Briefing, das in französischer
Sprache mit deutscher Übersetzung stattfand, am Flugbetrieb teilnehmen.
Wir stellten fest, dass sich ein buntes Fliegervölkchen auf dem Flugplatz eingefunden hatte. Neben den einheimischen Franzosen waren auch Belgier, Italiener, Niederländer, Schweizer, Deutsche und eine Abordnung der Segelflugfördergruppe der »Royal Air Force« aus Großbritannien mit zahlreichen Flugzeugen am Flugplatz vertreten.
Unsere französischen Gastgeber schleppten uns im Motorflugzeugschlepp direkt an die
Hausberge – den »Hongrie« oder den »Gache« – wo wir im Hangwind und in der Thermik die notwendige Höhe für die Ausflüge ins Hochgebirge gewinnen konnten.
So durften wir eine vielfältige Landschaft erleben:
Während in den grünen Tälern der »Haute Provence« die Obstbäume blühten und frühlingshafte Temperaturen herrschten, waren die Berggipfel schneebedeckt und in den
Flughöhen um 3000 Metern kühlte sich die Temperatur im Flugzeugcockpit auf bis zu -3 °C ab.
Trotz strahlenden Sonnenscheins war das Flugwetter nicht so gut, dass wir weiter ausgedehnte
Streckenflüge unternehmen konnten, meistens zogen am späten Nachmittag Gewitter auf und wir mussten unsere Flüge abbrechen. Am Dienstag entschlossen wir uns wegen des schlechtem Flugwetters, den Tag für einen Ausflug
in die nähere Umgebung zur Besichtigung einer Klosteranlage und eines alten Bergdorfes zu nutzen.
Dass bei den herrschenden Wetterverhältnissen Vorsicht angebracht war, stellten am folgenden Tag Gunter Binninger und Thomas Leibbrand fest, die zusammen im Twin Astir unterwegs waren. Das Wetter verschlechterte sich und weil sie nicht mehr zum Flugplatz in Sisteron zurückkehren konnten, mussten die Piloten auf einem Außenlandefeld nahe der Stadt »Digne des Bains« landen. Nach der Landung zogen noch mehrere Gewitter über die beiden, bevor ein Rückholteam eintraf. Der Doppelsitzer wurde auf der Wiese abgebaut und mit dem Transportanhänger wieder zum Flugplatz zurück gefahren.
Die Tage vergingen wie im Flug und wir mussten am Sonntag, den 30. April schon wieder
die Heimreise antreten. Bei Zürich nutzten wir eine »Abkürzung«, auf der wir uns mit den vier Fahrzeugen samt Anhängern in einer Sackgasse festfuhren. Abends um 18.30 Uhr trafen wir wieder in Pleidelsheim ein.
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