Fluglager Reutte Drucken
Geschrieben von: Thomas Ziegler   
Sonntag, den 15. August 2004
Stichwortartige Zusammenfassung des Fluglagers in Reutte.

30.7.2004 – Anreise

Mit dem Twin im Schlepptau komme ich um 16:00 Uhr am Flugplatz Reutte-Höfen an. Die beiden Peters und Frank H. sind bereits fest eingerichtet.

61 im Vorbeiflug. Fotograf unbekannt.

Peter Lutz in seiner ASW 20 WL. (Bild mit freundlicher Genehmigung des Piloten)

1.8.2004 – Einweisung

Relativ spät am Nachmittag erfolgt mein Einweisungsstart: 45 Minuten Hangflugübungen und Abfliegen der Hausberge. Eng geht’s her und bei mir fließt der Schweiß, Hangflug ist Schwerarbeit. Jochen fliegt noch eine Stunde, näher am Hang, hangnah eben. Mir ist nicht immer wohl dabei.

Twin-Start zur Einweisung

Start zum ersten Einweisungsflug

2.8.2004 – Passagier

Ich sitze heute hinten im Twin. Dösend und fotografierend versuche ich die endlosen Kehren an Schlossberg und Tauern zu verkürzen. Selten so viel Ausschuss fotografiert. Am Abend gemeinsam eine Flasche Sekt geleert.

Respektvoller Blick zum Tauernberg

Peter S. streichelt Hänge mit dem Twin

3.8.2004 – Wandertag

Unser Sonnenaufgang auf der Alm ist eine Attraktion für Stadtkinder und Spätaufsteher. Egal, der Fußweg zurück zum Campingplatz gefällt mir. Frank H. bekommt einen weiteren Einweisungsflug, nachdem er gestern nur sehr kurz in der Luft war. Hiermit gegroundet erklimme ich nach dem Motto »von hinten durch die Brust ins Auge« den Schlossberg von Westen aus. Das dauert dann etwas länger, aber ich bin noch vor Einbruch der Dunkelheit zurück.

Kiesbett des Lech

Kiesbett des Lech

4.8.2004 – Erster Flug vom Platz weg

Die letzten Tage mit Wandern, Mitfliegen und Sektgelagen zugebracht, jetzt sitze ich endlich selbst vorn im Flieger. Die Bedingungen sind weniger gut, Jochen fliegt einen Großteil der Strecke. Am Abend wieder das übliche Sektritual.

Jochen, der eigentliche Pilot bei meinen Flügen

Jochen Kuhn auf dem Lehrersitz des Twin

6.8.2004 – Hahnenkamm per Seilbahn

Etwas spät breche ich Richtung Berg auf. Nehme deswegen die Seilbahn, von dort aus geht es weiter zum Gaicht. Bis zum Gipfel reicht es zwar nicht, aber die Aussicht ist grandios.

7.8.2004 – Hahnenkamm zu Fuß

Diesmal bin ich etwas weniger faul und laufe mit Peter S. den Fußweg zum Hahnenkamm hinauf. Besser gesagt, Peter macht das Tempo, ich laufe hinterdrein. Ob ich in zehn Jahren auch noch eine solche Kondition habe?

8.8.2004 – Streckenflug

Heute bin ich wieder im Twin dabei. In relativ geringer Höhe arbeitet Jochen uns vom Platz weg, ich wäre schon vom ersten Tal aus nie wieder heim gekommen.

Wie so oft unter Gipfelhöhe

Die Schatten werden länger.

9.8.2004 – Außenlandung

Nachdem ich die Anfangsarbeit geleistet habe, beißt Jochen uns in niedrigster Flughöhe durch die Alpen. Daheim am Platz verfliege ich unmotiviert die restliche Arbeitshöhe das Lechtal hinauf. War ein Fehler – trotz errechnetem Gleitpfad von mehr als 400 m über Platz reicht es nicht mehr zurück: Wir sitzen zwei Kilometer vom Platz entfernt auf einer pfostengespickten Wiese. Außer der Radverkleidung und unserem Ego ist alles heil geblieben. Glück gehabt.

Außengelandet zwei Kilometer vom Platz

Jochen und Elly Kuhn beim Abbauen nach der Außenlandung

10.8.2004 – nochmal Hahnenkamm

Der rasende Tommi schorschelt mal wieder auf den Berg, diesmal mit Torben im Schlepptau. Geschafft durch die schwüle Hitze machen wir nach einer Rast auf der Cilly-Hütte kehrt.

11.8.2004 – Nachmittag in Füssen

Das Wetter ist nicht fliegbar. Kinotag.

12.8.2004 – allein fliegen

Heute sitze ich allein in der Kiste und werde vom Windenfahrer sanft nach oben gezogen. Magere Schlepphöhe und Nervosität des Piloten, kein Wunder, dass ich bald wieder zur Landung ansetze. Kurz mit dem Windenfahrer die Schlepptaktik abgesprochen, ab jetzt stimmt immerhin die Schlepphöhe. Beim dritten Start bleibe ich sogar oben, komme aber nie über eine Flughöhe von 1.500 m hinaus. Nach 60 Minuten tun mir die Hände vom ständigen Kurven weh, nach weiteren 30 Minuten gehe ich runter. Ergebnis: Mein Ego wieder aufgebaut und eine Blase an den verschwitzten Händen.

Der ständige Wendepunkt Untere Burg

Die untere Burg am Schlossberg

13.8.2004 – Abreise

»Stressfrei nach Hause«, denke ich mir und packe nach und nach meine Habseligkeiten zusammen. Abfahrt 11:55 Uhr, um 16:05 Uhr steht der Flieger wieder in Pleidelsheim.

Fazit

Für diejenigen, die fliegen können, hat es sich gelohnt nach Reutte zu fahren – für mich auch. Es war ein entspannender, abwechslungsreicher Urlaub in angenehmer Begleitung.

Mit dabei waren

  • Frank Hermann mit Familie
  • Jochen Kuhn mit Familie
  • Rainer Lillich
  • Peter Lutz mit Familie
  • Uli Lutz (Kurzbesuch)
  • Torben Malicki
  • Peter Smodej mit Frau
  • Frank Stahl (Kurzbesuch)
  • Thomas Ziegler