Peter Lutz fliegt neuen Flugplatzrekord Drucken
Geschrieben von: Thomas Leibbrand   
Dienstag, den 28. Juli 2009
Peter Lutz startbereit im Ventus
Peter Lutz startbereit im Ventus

620 Streckenkilometer setzen neue Messlatte bei den Pleidelsheimer Streckenflugpiloten

»Mäßige Blauthermik mit Arbeitshöhen bis zu 1500 Metern« prognostizierte die Segelflugwettervorhersage am Morgen, was eher ungünstigen Segelflugbedingungen entspricht. Tatsächlich sollte es aber ganz anders kommen: Gute Wolkenthermik mit Steigwerten zwischen 2  und 3 m/s und einer Arbeitshöhe von anfänglich 1500 Metern, ansteigend bis auf 2000 Meter. Peter Lutz nutzte die sich ihm bietenden Möglichkeiten optimal. Nach einem Flugzeugschleppstart mit dem Motorsegler in Richtung Völkleshofen führte ihn sein Flugweg vorbei an Schwäbisch Gmünd, Bopfingen und Eichstätt, wo er wendete und wieder die Albkante entlang in Richtung Westen weiterflog. Lange Wolkenaufreihungen, sogenannte »Wolkenstraßen«, ermöglichten es ihm, längere Strecken ohne einen Kreis geradeaus zu fliegen und dabei noch Flughöhe zu gewinnen – am Ende sollte ein Schnitt von 85 km/h herauskommen.

Bei Albstadt-Degerfeld lag die nächste Wende und Peter flog wieder in Richtung Osten bis nach Schwäbisch Gmünd, wo er, bedingt durch das Segelflugbeschränkungsgebiet Stuttgart, wieder in Richtung Pleidelsheim abdrehte.

Die Wetterbedingungen waren am späten Abend noch so gut, dass er noch einen Abstecher nach Sinsheim flog, um von dort aus direkt zum Endanflug nach Pleidelsheim anzusetzen.

Da Peter Lutz erst einige Wochen zuvor an einem Streckenfluglehrgang beim Segelflug-Europa-und Weltmeister Uli Schwenk teilnahm, war er natürlich hoch motiviert. Außerdem gehört eine große Portion Erfahrung, Können und Glück zum Repertoire eines Piloten, um solch einen Streckenflug erfolgreich zu absolvieren.