Einführung

So funktioniert Segelfliegen

Flugzeugschlepp: Bergfalke 3 hinter SF25

Flugzeugschlepp: Bergfalke 3 hinter SF25

Ein Segelflugzeug fliegt wie jedes andere Flugzeug: Luftumströmte Tragflächen erzeugen Auftrieb, sie erzeugen aber auch bremsenden Widerstand. Damit ein Gleitflugzeug nicht langsamer wird, gibt es während seines Fluges ständig etwas von seiner Höhe auf und gleicht damit die abbremsende Luftreibung aus.

Deswegen sinkt das Flugzeug ständig Richtung Boden. Das lässt sich nur mit Hilfe aufsteigender Luft vermeiden, die beispielsweise in Form von Thermik auftritt. Als Thermik bezeichnet man erwärmte Luft, die vom Boden aufsteigt. In dieser Thermik steigt ein Segelflugzeug wie ein Bussard nach oben. Es kreist innerhalb des begrenzten Aufwindbereiches und lässt sich nach oben tragen. Der Flug über größere Entfernungen ist ein ständiges Auf und Ab, ein Steigen im Aufwind und Abgleiten der gewonnenen Höhe.

Ein Segelflugzeug kann normalerweise nicht aus eigener Kraft starten, für den Start ist deshalb ein Hilfsmittel notwendig. In Deutschland sind zwei Startmethoden gebräuchlich: der Windenschlepp oder der komfortablere Flugzeugschlepp.

Beim Windenschlepp zieht eine motorgetriebene Seilwinde das Flugzeug an einem Stahl- oder Kunststoffseil in die Luft. Ein Windenschlepp ist preiswert, der Pilot kann aber den Ausklinkpunkt nicht frei wählen und die Schlepphöhe ist begrenzt.

Beim Flugzeugschlepp sind Schlepp- und Segelflugzeug durch ein Kunststoffseil verbunden. Ein Flugzeugschlepp hat den Vorteil, dass das Segelflugzeug direkt in einen Aufwind geschleppt werden kann, ist im Vergleich zum Windenschlepp aber teurer.