Und wie wird man Motorseglerpilot?
Nach der Ausbildung zum Segelflugzeugführer kannst du im FSV Pleidelsheim noch die Ausbildung für die Motorseglerberechtigung (TMG = touring motor glider) durchführen. Die Voraussetzungen für die Eintragung der Startberechtigung TMG entsprechen in etwa den Voraussetzungen für die Segelflugberechtigung, allerdings ist hier das Mindestalter um die Ausbildung zu beginnen von 14 auf 16 Jahre heraufgesetzt.

Motorsegler D-KBUU

Die praktische Ausbildung ist allerdings etwas umfangreicher, so müssen mehrere Landungen auf fremden Plätzen nachgewiesen werden und ein Überlandflug mit drei Landungen durchgeführt werden, der mindestens eine Länge von 300 km hat.

Beim theoretischen Unterricht werden dieselben Fächer wie beim Segelfliegen behandelt, als Luftrecht, Technik, Meteorologie, Navigation und Verhalten in besonderen Fällen. Die Inhalte weichen zum Teil natürlich etwas ab von denen beim Segelflugschein. So kommt im Fach Technik zum Beispiel noch die Motorenkunde hinzu. Insgesamt müssen bei der Ausbildung zum Motorsegelführer 80 Stunden nachgewiesen werden, ehe man sich zur theoretischen Prüfung anmelden kann. Allerdings können 60 Stunden Theorie von der Ausbildung zum Segelflugzeugführer angerechnet werden, so dass nur noch 20 Stunden Theorie erarbeitet werden müssen.

Die Ausbildung zum Erwerb des Motorseglerscheins ist von der zuständigen Behörde auf 2 Jahre begrenzt, was allerdings im Normalfall auch kein Problem darstellen sollte, da man auch unter der Woche nach Feierabend ohne größere Probleme mit dem Motorsegler schulen kann.

Ausbildung im Verein

Nichts wäre illusorischer als zu behaupten, die ganze Ausbildung verliefe im Handumdrehen. Bei der Schulung in einem Verein stehen in der Regel ja nur die Wochenenden und Feiertage zur Verfügung, obwohl auch wir in den Ferien zwei- bis dreiwöchige Fluglager durchführen, die es zumindest in diesem Zeitraum ermöglichen, täglich zu fliegen. Voraussetzung das Wetter spielt mit.....

Feuer und Flamme für Grillabende, auch bei etwas kälterem Wetter

Die Ausbildung im Verein ist also etwas zeitintensiver als in den Flugschulen, wo die Ausbildung allerdings auch um ein vielfaches teurer ist als im Verein. Deshalb ist die Ausbildung in einem Verein sicherlich sinnvoll, wenn man bedenkt, was in einem Verein noch alles gratis geboten wird:

Mit Sicherheit erwartet die Mtglieder viel Kameradschaft, Gemeinsamkeiten, Geselligkeit und vor allem Teamgeist. Aber auch die mögliche Erweiterung der Allgemeinbildung und praktischen Handfertigkeiten, die nicht nur beim Segelfliegen von Nutzen sein müssen.